Freund des Arboretums spendet Chinesische Steinlaterne

Freund des Arboretums spendet Chinesische Steinlaterne

Bereits zum dritten Mal hat Eike-Michael Bunk mit einer großzügigen Spende einen langgehegten Wunsch Professor H.-D. Wardas wahr werden lassen. Neben dem Leiter des Förderkreises Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e. V. freuen sich die Mitglieder des Förderkreises und das Team der Gartenschau über die Bereicherung des Chinesischen Gartens.

Nach der Vervollkommnung des Rosengartens im Arboretum durch einen englischen Brunnen sowie einer Statue der Venus von Milo in den Vorjahren, ziert nun ein neues Highlight den Chinesischen Bereich. Eine 2,5 m hohe Steinlaterne bildet den Beginn der Sichtachse durch den beliebten Themengarten.

Vom Weg aus haben die Besucher einen großartigen Blick durch das Mond-Tor auf die prächtige Laterne. Wir sind sicher, dass sich das neue Objekt in kürzester Zeit zu einer der meistfotografierten Ansichten in der Norddeutschen Gartenschau entwickeln wird.

Bei einem Ortstermin bedankten sich Prof. H.-D. Warda und Urte Wurtzel im Namen des Förderkreises beim Ehepaar Bunk für die wiederholten großzügigen Spenden an die Norddeutsche Gartenschau – Arboretum Ellerhoop.

  

Foto: Richard Bischoff

Von links nach rechts: Elke Bunk, Eike-Michael Bunk, Prof. Hans-Dieter Warda, Urte Wurtzel

Ferienziel Norddeutsche Gartenschau

Ferienziel Norddeutsche Gartenschau

Tausende Sommerblumen wurden in den letzten Wochen von unserem unermüdlichen Gärtnerteam in die Beete und Rabatten in der Norddeutsche Gartenschau gepflanzt. Sie verwandeln das Arboretum in ein farbenprächtiges Blütenmeer. Die riesigen, imposanten OT-Lilien-Hybriden, die letztes Jahr in großer Zahl gepflanzt wurden, verströmen wieder ihren betörenden Duft. Sie sind über die gesamte Anlage verteilt und ergänzen die Sommerbepflanzung.

Das unumstrittene Highlight ist zurzeit natürlich der Bauerngarten. In ihm leuchten Königskerzen, Rittersporne, Mohn und Stockrosen um die Wette. Dieser Gartentyp hat über die Jahrhunderte nichts von seinem Charme eingebüßt. Streng formale, von Buchsbaum eingefasste Beete, Üppigkeit, kräftige bunte Farben und das zwanglose Nebeneinander von Nutz- und Zierpflanzen machen den Charakter und den Reiz des Bauerngartens aus.

Wieder einmal hat später Frost den Blütenknospen der Hortensien schwer zugesetzt. Und wieder einmal haben diese es trotzdem geschafft, ihre leuchtend blauen Blütendolden zur rechten Zeit zur vollen Entfaltung zu bringen. Auch die Hortensien kommen durch die Begleitung der Lilien noch besser zur Geltung.

Wie sehr die Hortensien das Wasser lieben und benötigen wird in ihrer wissenschaftlichen Bezeichnung deutlich: Hydrangea (= griech. hydor = Wasser und angeion = Gefäß). Besonders stolz ist der Förderkreis auf das außergewöhnlich umfangreiche Sortiment. Es reicht von den bekannten ballförmigen Bauern-Hortensien über die Teller-Hortensien bis hin zu den Schneeball- und Samt-Hortensien einschließlich aller dazugehöriger Sorten. In keiner norddeutschen Parkanlage können so viele verschiedene Arten und Sorten bewundert werden wie in Ellerhoop.

Am Fuß des „General Sherman Junior“ in der Baum-Erlebniswelt am Südufer des Arboretum-Sees blüht der Kalifornische Strauchmohn in diesem Jahr besonders üppig.

Im See zeigen sich zögerlich die ersten Blütenknospen der wundervollen Indischen Lotosblume, Nelumbo nucifera. Sie wären in ihrer Entwicklung schon etwas weiter, wären die Nächte wärmer. Aber nichtsdestotrotz können wir davon ausgehen, dass wir im August wieder von ihren über dem See schwebenden Blüten verzaubert werden.

Und während die Erwachsenen in Blütenträumen schwelgen, bietet die Norddeutsche Gartenschau den Kindern eine Vielzahl spannender Aktivitäten:

Sie können vom Steg und von der Brücke im Lotos-See Pflanzen und Tiere aus nächster Nähe beobachten und durch die Guckkästen am See eröffnen sich ihnen völlig neue Ansichten. Das Rätselkabinett lockt mit Gewinnen. Fast im Vorbeigehen lässt sich in der Schulbiologischen Abteilung alles über die Entwicklungsgeschichte der Bäume lernen. Anschließend wartet der Bernsteingarten auf die Kinder: Hier dürfen sie nach echten Bernsteinen buddeln. Ein Outdoor-Display zeigt kurze Filme über den Park oder erklärt – kindgerecht aufbereitet – wie die Photosynthese funktioniert. Nach so viel Input können sich die Lütten auf dem Spielplatz austoben und wenn die Sonne scheint, lädt die große Wiese zum Barfußlaufen ein.

 

 

 

Ein neues Highlight im Arboretum

Ein neues Highlight im Arboretum

r die Verantwortlichen der Norddeutschen Gartenschau entwickelt sich die Schließung der Parkanlage gerade bei diesem traumhaften Frühlingswetter zu einer mehrfachen Zerreißprobe und finanziellen Belastung.

Während in den schleswig-holsteinischen Tierparks der Andrang riesengroß ist, müssen die Pforten des Arboretums geschlossen bleiben. Die Parkplätze – z. B. in Eekholt – sind restlos überfüllt mit Erholungssuchenden, die übrigens auch aus Hamburg und Niedersachsen anreisen.

Im Büro der Norddeutschen Gartenschau steht das Telefon nicht mehr still. Immer wieder werden die Mitarbeiter*innen mit Fragen überschüttet und oft in heftige Diskussionen verwickelt. Die Anrufer, es sind Garten- und Naturfreunde, können zu Recht nicht nachvollziehen, inwiefern ein geregelter Besuchsablauf in dem weitläufigen Gelände der Norddeutschen Gartenschau (16 ha mit Wiesenpark) eine höhere Ansteckungsgefahr darstellt, als in den Tierparks.

Nach dem Winter und den vielen Corona-Einschränkungen ist die Sehnsucht der Menschen nach Grünräumen und spannenden Blumenerlebnissen, die für Körper, Geist und Seele anregend und erholsam sind, sehr stark ausgeprägt.

Die allgemeine Wohlfahrtswirkung des Grüns wird immer noch unterschätzt.

Leider blüht der Bilderbuchfrühling in der Norddeutschen Gartenschau an unseren Besuchern vorbei. Gerade beginnt bei uns die deutschlandweit bekannte Strauchrosenblüte. Und mit den etwa 600.000 schneeweißen, duftenden Dichter-Narzissen, sie stehen zurzeit in voller Blüte, verpassen unsere Gartenfans und treuen Dauerkartenbesitzer einen der schönsten Blütenhöhepunkte im Gartenjahr.

Für den Förderkreis, der für die jährliche Unterhaltung etwa 550.000,- € erwirtschaften muss, um Gehälter und Sachmittel zu finanzieren, sind die Einnahmeverluste von März und April ein finanzielles Desaster.

Die entgangenen Einnahmen sind bis zum Jahresende nicht mehr aufzuholen und gefährden in Kürze die Zahlungsfähigkeit des Förderkreises.

In Hinsicht auf die Schließung gibt es für die Dauerkartenbesitzer einen kleinen Trost: Die Norddeutsche Gartenschau verlängert die Gültigkeit der aktuellen Dauerkarten um eine Frist von zwei Monaten.

Dennoch ein neues Highlight

Es ist der Otto Henneberg-Poppenbüttel Stiftung zu verdanken, dass es trotz der Corona-Krise in der Norddeutschen Gartenschau keinen Stillstand gibt.

Dank einer sehr großzügigen, zweckgebundenen Spende für die Themen Schule, Studium und Volks- und Umweltbildung, haben wir in den letzten Wochen mit einem sehr großen technischen Aufwand ein 85 Zoll (215,09 cm) Outdoor Display in UHD (4K) installiert. Die Gesamtzuwendung der Stiftung beträgt für dieses Projekt rund 30.000,- €. Auf diesem großen Hochleistungs-Display werden wir neben Lehrfilmen aus der Schulbiologie, der Gehölzkunde und Baumökologie auch aktuelle Kurzfilm-Tipps für Garten- und Naturfreunde zeigen.

Fünf Lehrfilme sind bereits fertiggestellt worden. Der aktuellste Beitrag ist eine 3 D Filmanimation zu dem schulbiologischen Thema:

Hauptfunktionen der Blätter – Aufbau, Photosynthese und Ablauf der Herbstfärbung.

Dieser Lehrfilm hat eine Länge von 7 Minuten.

Ein Thema, das Herrn Warda besonders am Herzen liegt, ist die

Untersuchung über den ökologischen Wert heimischer und nicht heimischer Gehölzarten als Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Insekten und andere Tierarten.

An diesem interessanten und hochaktuellen Filmthema arbeitet Warda, der ein leidenschaftlicher Freizeit-Profi-Filmer ist und auch die bisherigen Videos selber gedreht hat, seit zwei Jahren.

Unbemerkt erblüht die Norddeutsche Gartenschau

Unbemerkt erblüht die Norddeutsche Gartenschau

Corona sorgt überall für Stillstand. Aufgrund des Erlasses der Regierung sind die Tore der Norddeutschen Gartenschau – Arboretum Ellerhoop geschlossen. Im Park muss es aber weitergehen – Kurzarbeit ist hier ein Fremdwort. Auch wenn die Besucher fehlen, arbeiten unsere Gärtner auf Hochtouren und setzen die bereitstehenden 20.000 Stiefmütterchen, Bellis, Vergissmeinnicht und Ranunkeln in Beete und Rabatten. Die Pflanzen müssen in die Erde – egal, ob der Park geöffnet ist oder nicht.

Wir hoffen alle, dass dieser Ausnahmezustand nicht mehr allzu lange anhält. Wenn dann die Tore der Norddeutschen Gartenschau wieder geöffnet werden, empfängt ein leuchtendes Blütenmeer die Besucher. Die aktuellen Fotos sind nur ein Vorgeschmack auf die Pracht, die uns dann erwartet.

Um die Zeit bis zum nächsten Parkbesuch zu überbrücken, legen wir Ihnen das Buch “Norddeutsche Gartenschau – Arboretum Ellerhoop” ans Herz (19,95 €, Ulmer Verlag). Der Autor Martin Staffler hat mit Fotos von Hans-Dieter Warda ein beeindruckendes Werk geschaffen, das dem Leser wundervolle Ansichten des Parks präsentiert.

Zu beziehen ist es über die Norddeutsche Gartenschau (per E-Mail an info@norddeutsche-gartenschau.de oder per Post an Förderkreis Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e. V.).